Bottleneck-Blues
Bottleneck-Guitar oder Slide-Guitar ist eine besondere Methode oder Technik des Gitarre-Spielens. Der Term slide bezieht sich auf die gleitende Bewegung über die Saiten der Gitarre, während der Term bottleneck sich auf das Material bezieht, das für diese Technik verwendet wird, besser verwundet wurde. In der Tat haben die ersten Pioniere dieser Technik den abgeschlagenen Hals einer Flasche benutzt und haben diesen über einen Finger geschoben. Heute werden hierfür Metall-, Glas-, Messing-, Chrom- oder Keramikhülsen verwendet. Anstatt wie beim normalen Gitarrenspiel die Saiten gegen die Stege zu pressen, legt hier die Position des die Hülse führenden Fingers die Höhe und den Klang der Saite fest. So können lang anhaltende und variierende Töne erzeugt werden.
Die Slide-Gitarre kann in zwei verschiedenen Haltungen des Instrumentes gespielt werden. Zum Einen in der „normalen“ Haltung mit dem Röhrchen auf einem Finger der Griffhand, zum Anderen in waagerechter Haltung der Gitarre wobei die Bass-Saite zum Spieler zeigt und er mit der linken Hand einen „Steel“ führt. Prinzipiell ist diese Spielart mit jeder Gitarre durchführbar, meist verwenden Könner dieses Genres aber speziell gefertigte Instrumente.
Die Technik wurde an einsaitigen afrikanischen Instrumenten geboren. Populär wurde sie durch afro-amerikanische Blues-Musiker gemacht. Sylvester Weaver war der erste Musiker, der im Jahre 1923 zwei Musikstücke in der Slide-Technik aufnahm. Der Sound etablierte sich vor allem in der Country-Music und der Hawaiianischen Musik. Aber auch in der Rockmusik setzte er in späteren Jahren Wegmarken. Bands wie Canned Heat, Led Zeppelin, The Eagles und ZZ Top waren mit dieser Technik sehr erfolgreich. Aber auch die Rolling Stones und die Beatles verwendeten die Slide-Gitarre in einigen ihrer Songs. In der heutigen Zeit sind Derek Trucks und Jack White bekannte Protagonisten dieser Technik.
Die unvergessene Alicia Levy, der diese Seite gewidmet ist und die uns leider viel zu früh verlassen hat, baute den Bottleneck-Blues immer wieder in ihr Repertoir ein und beherrschte diese Technik wie wohl keine zweite Gitarristin.
